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Der Geschäftsführer des Beratungsunternehmen
Pacific Consult ist Anfang des Jahres 2001 als Projektleiter ausgewählt
worden, die chinesische Regierung bei der Erarbeitung eines Konzeptes
zur Modernisierung und dem Ausbau der Stromversorgung in ländlichen
Regionen Chinas zu beraten. In einem internationalen Ausschreibungsverfahren
der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) erhielt das Konsortium den
Zuschlag für die Ausarbeitung von Elektrifizierungskonzepten sechs
Provinzen des Landes. Die Provinzen waren bestimmt worden nach den
Kategorien wirtschaftlich „vergleichsweise hoch entwickelt“, „durchschnittlich
entwickelt“ und „vergleichsweise niedrig entwickelt“ – entsprechend
in den Regionen Ostküste, Zentral-China und West-China.
Auf der Basis der erarbeiteten Konzepte wird
die ländliche Elektrifizierung im gesamten Lande forciert vorangetrieben
werden. Die mittels Elektrifizierung initiierte Entwicklung soll
die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Landes vorantreiben. Für
den Ausbau der Elektrifizierung ländlicher Regionen hatte die Zentralregierung
i.J. 1998 bereits RMB 189 Mrd. (USD 26 Mrd.) bereitgestellt. Während
des Beratungsprojektes wurde ein weiterer Zuschuss i.H.v. RMB
100 Mrd. entschieden.
Die Beratungstätigkeit der Pacific Consult
für das chinesische Energieministerium begann i.J. 1996, als Pacific
Consult unter 60 internationalen Beratungsunternehmen ausgewählt
worden war, das chinesische Energieministerium bei der partiellen
Privatisierung des chinesischen Energiesektors zu beraten – der
Einbeziehung von ausländischen Direktinvestitionen (BOT). In weiteren
Projekten wurden im Auftrag der ADB chinesische Provinzregierungen
bei einer BOT-Ausschreibung, der Angebotsevaluation und den Vertragsverhandlungen,
der Modernisierung von thermischen Kraftwerken sowie bei der Realisierung
und Finanzierung einer 500 kV Stromübertragung beraten.
Das Projekt wird Ende d.J. 2001 abgeschlossen
werden
Kooperationsbedarf
Die Elektrifizierung der ländlichen Regionen
in China – vor allem deren Modernisierung – wird einen erheblichen
Nachfrageschub nach Stromübertragungseinrichtungen, vor allem
nach Mittel- und Niederspannungskomponenten nach sich ziehen. Da
die deutsche Zulieferindustrie in diesen Bereichen eine gute Reputation
in China genießt, eröffnen sich hier entsprechende Perspektiven
für eine Kooperation. Allerdings werden die Möglichkeiten reiner
Exporte beschränkt sein. Vorrang werden vor allem heimische Lieferanten
haben, die in der Lage sind, moderne technische Lösungen anzubieten.
Dies ist in erster Linie gegeben bei Joint Venture-Unternehmen sowie
lokalen Tochterfirmen ausländischer Produzenten.
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